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26.03.2019

Interview zur bauma: „Große Bergbauunternehmen ,schreien` nach Systemen zur Produktivitätssteigerung“

Poing bei München, 26. März 2019. Ben Gatzlaff ist Produkt Manager bei REMA TIP TOP im Bereich Material Processing und auf den wachsenden australischen Markt fokussiert. Im Interview zur bauma 2019 spricht er über Digitalisierung im Bergbau, Rohstoffe mit Wachstumspotential und Lösungen zur Steigerung der Nachhaltigkeit in der Bergbaubranche.

Herr Gatzlaff, 2019 ist bauma-Jahr. Was erhoffen Sie sich von der diesjährigen Messe?

Eine Messe ist immer eine Chance, um in die Branche zu horchen: Wie reagiert der Markt, wie verändert er sich beispielsweise durch den Kohleausstieg, die Decarbonisierung – eine sehr wichtige Angelegenheit für uns –, welche Trends gibt es in der Baubranche, welche neuen Baumaschinen gibt es weltweit? Gerade auf der bauma lassen sich sehr gut internationale Kontakte knüpfen und globale Tätigkeiten vernetzen: Wir präsentieren uns als globaler Marktführer und zeigen die Stärke unserer REMA TIP TOP Produktlösungen und Dienstleistungen für unsere Kunden.

Auf welche Produkte und Neuentwicklungen dürfen sich Besucher an Ihrem Stand freuen?

Wir zeigen an unserem Stand 437 in der Halle B2 das umfassende REMA TIP TOP Produktportfolio entlang der gesamten Wertschöpfungskette für die Branchen Bergbau, Steine und Erden, Bau, Recycling, Hafenanlagen und die chemische Industrie. Zu sehen sind unter anderem Produkt-Highlights wie REMA RMS, die neue REMAPRESS C und die REMA PERFORMANCEline. Daneben stellen wir unser Service- Angebot zum proaktiven Management vor, beispielsweise mit unseren Systemen REMA MCube und REMA CCube zur Überwachung von Fördergurtanlagen.

Wie schätzen Sie die Auswirkungen der Digitalisierung im Bergbau ein?

Smarte Technologien spielen eine immer größere Rolle – insbesondere auch im Bergbau. Dazu zählt sowohl die digitale Sensorik als auch die Automatisierung. In Australien gibt es Minen, in denen komplette Förderanlagen vollautomatisiert betrieben und nur in einer Steuerzentrale überwacht und gefahren werden. Die autonome Mine wird über kurz oder lang zum Standard werden, was wiederum neue Herausforderungen für die Wartung und Instandhaltung mit sich bringt. Im Bereich der Sensorik haben wir heute ein interessantes Portfolio, beispielsweise mit unseren Systemen REMA MCube und REMA CCube.

Wie sind Ihre Praxis-Erfahrungen mit den Systemen MCube und CCube?

Jüngstes Beispiel: In den letzten Tagen haben wir mit Kollegen aus verschiedenen Branchen auf einer Anlage in Australien Dickenmessungen von Fördergurten durchgeführt. Das Feedback in den Gesprächen war eindeutig: Die großen Unternehmen „schreien“ förmlich nach Systemen dieser Art zur Sicherstellung und Steigerung ihrer Produktivität. Wir arbeiten mit vielen Weltkonzernen zusammen, können unsere Systeme daher im steten Einsatz und Austausch weiterentwickeln und an die Bedürfnisse des Marktes anpassen. Der Bedarf beim Kunden ist groß und wird weltweit in den nächsten Jahren rasant ansteigen.

Sie haben zu Beginn das Thema Kohle-Ausstieg angesprochen, wie wirkt sich das auf Ihre Arbeit aus – national und global betrachtet?

In Deutschland ist der Kohle-Ausstieg definitiv ein viel diskutiertes Thema: Im vergangenen Jahr hat der letzte im Ruhrgebiet aktive Steinkohle-Untertagebau seinen Regelbetrieb eingestellt. Gleichzeitig wird weiter Braunkohle abgebaut und Steinkohle importiert, für 2019 wird der Anteil von Kohle an der Nettostromerzeugung immer noch auf rund 30 Prozent geschätzt. Wir sehen dies als eine Chance, uns neu auszurichten und die globalen Aktivitäten und Märkte neu zu sortieren.

Bei welchen Rohstoffen sehen Sie die größten Wachstumspotentiale?

Für den europäischen Markt ist das vielschichtig und schwer zu beurteilen, weil wir dort vergleichsweise wenig große Bergbaubetriebe haben. In Australien und Südamerika erfordern die Nachfrage nach Eisenerz und Kupfer gigantische Fördervolumina und die Zahlen gehen weiter nach oben. So hat beispielsweise BHP in Australien kürzlich den Spatenstich für ein 4,2 Milliarden Dollar Minen-Projekt zur Förderung von Eisenerz gesetzt. Ein weiterer großer Wachstumsmarkt ist die Gewinnung von Rohstoffen für die weltweite Batterie-Produktion: Der Bedarf an Lithium, Kobalt und seltenen Erden wie Scandium steigt sehr schnell.

Eines der Kernthemen der diesjährigen bauma ist die Nachhaltigkeit in der Bergbaubranche. Welchen Beitrag kann REMA TIP TOP dazu leisten?

Wir produzieren Produkte, auf die der Kunde sich langfristig verlassen kann. Proaktive Anlagenwartung dank moderner Sensorik und hochwertige Verschleißschutzprodukte sind wichtige Elemente zur Steigerung der Nachhaltigkeit beim Kunden. Wir können mit unseren Produkten kritische Systemkomponenten in den Anlagen optimieren, zum Beispiel die Materialübergaben. Unsere Verschleißschutzprodukte oder Premiumprodukte für Förderbandanlagen, wie Gurtreinigungssysteme oder Trommelbeläge, leisten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen und langfristigen Verfügbarkeit. Daneben unterstützen wir unsere Bergbaukunden beim Thema Umweltschutz, wenn sie mit aggressiven Säuren oder Laugen arbeiten müssen: Unsere hochwertigen Tankauskleidungen aus dem Bereich Surface Protection gewährleisten, dass diese Chemikalien sicher gelagert und transportiert werden und nicht unkontrolliert in die Umwelt gelangen können.

Laden Sie sich hier das Flowchart zum Thema Industrial Solution herunter

Pressekontakt:

REMA TIP TOP AG
Jonas Kothy
jonas.kothy@livewelt.de
www.rema-tiptop.de