MENÜ

Newsroom

08.10.2019

REMA TIP TOP Desdorf: Strukturwandel vom Kohleabbau zur produzierenden Industrie

Gespräche zwischen Politik und Wirtschaft | REMA TIP TOP erwartet Planungssicherheit im Strukturwandel | 150 Mitarbeiter im Rhein-Erft-Kreis

Poing bei München, 08. Oktober 2019. Zukunftweisende Gespräche bei REMA TIP TOP Desdorf GmbH: Dr. Georg Kippels, Mitglied des Deutschen Bundestages, besuchte gemeinsam mit einer regionalen politischen Delegation um Andreas Heller, Bürgermeister der Stadt Elsdorf, und Susanne Dettlaff, Fachbereichsleiterin für Stadtplanung und Bauwesen, die Tochtergesellschaft der REMA TIP TOP AG, um gemeinsam mit Patric Scheungraber, Vorstand der REMA TIP TOP AG, sowie den beiden örtlichen Geschäftsführern Sascha Kiel und Sebastian Hofmann über die zukünftige strukturelle Gestaltung der Braunkohleregion zu diskutieren.

Kernthema der Gespräche war der sozial verträgliche Ausstieg auf der Braunkohleförderung, die derzeit der entscheidende Wirtschaftsfaktor in der Region ist. „Unser zentrales Anliegen ist Planungssicherheit“, so Patric Scheungraber nach dem Treffen. „Der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung wird heute von vielen Seiten als alternativlos dargestellt, aber für uns als Unternehmen und für unsere Belegschaft sind verlässliche und langfristige Planungen für die nächsten 15 bis 20 Jahre entscheidend, die nicht bei der nächsten Wahl wieder umgeschmissen werden.“ Diese Botschaft ist auch bei der Politik angekommen, wie der Bundestagsabgeordnete Dr. Kippels bestätigt: „Wir müssen sicherstellen, dass auch die Arbeitnehmer der Zulieferer mit in der Betrachtung bleiben. Ein Unternehmen wie REMA TIP TOP kann sich dem Markt anpassen, dafür bedarf es aber einer verbindlichen Planungssicherheit. Zu unserem Wort müssen wir weiterhin stehen. Verlässlichkeit hat uns stark gemacht.“

Portfolio Desdorf: Sicherung und Maximierung der Einsatzbereitschaft von Industrieanlagen

150 Mitarbeiter sind derzeit am Standort in Desdorf beschäftigt, rund 100 davon arbeiten an den Anlagen des Ernergiekonzerns RWE. „Wir gewährleisten die Verfügbarkeit der Förderbänder, unter anderem bei RWE, das ganze Jahr über, jeden Tag, Non-Stop“, so Geschäftsführer Sebastian Hofmann. In allen drei Tagebauen in der Region betreut die Desdorfer Tochtergesellschaft rund 250 Kilometer Fördergurte mit circa 1.400 Verbindungen pro Jahr, pro Verbindung sind Arbeiten in drei bis vier Schichten notwendig. Dazu übernimmt der Standort Aufgaben in der Gurtregeneration, der Gummierung von Antriebstrommeln und dem Verschleißschutz mit Polyurethan. Für eine gewisse Überraschung sorgte bei den politischen Gesprächspartnern die Information, dass nicht nur am Standort Desdorf Arbeitsplätze durch die Kohleverstromung gesichert werden, sondern auch im entfernten Bayern, wo die Herstellung der Kautschukmischungen und Vormaterialien erfolgt.

Auch für die Zeit nach Kohleabbau und Tagebaurückbau plant der Mutterkonzern mit dem Desdorfer Standort: „Die Lage und Verkehrsanbindung sind in Desdorf sehr gut, dazu haben wir eine starke Mitarbeiter-Ressource, denen gegenüber wir auch eine Verpflichtung verspüren“, beschreibt Sascha Kiel die Vorteile des Standortes. Um diesen Wandel erfolgreich zu vollziehen, bedarf es auch einer Unterstützung durch die öffentliche Hand, zum Beispiel in Form von vereinfachten Genehmigungsverfahren, einer Anbindung an das Erdgasnetz oder der Förderung von Qualifikationsmaßnahmen, für Unternehmen wie die REMA TIP TOP DESDORF GmbH. Die aktuell diskutierten Strukturhilfen müssten letztlich dort ankommen, wo sie schnell und zielgerichtet Arbeitsplätze schaffen und sichern, also bei den Unternehmen in der Region, betonte Patric Scheungraber.